Hippies – wie sie leben und lieben

Hippies – wie sie leben und lieben

Hippies – da denkt man gleich an “Flower Power” und an “Love, Peace and Harmony”, aber was steckt hinter diesen Begriffen und wie sieht der Alltag eines Hippies aus? Sind Hippies wirklich so anders? Was essen sie, wie kleiden sie sich, wie leben und lieben sie? Und gibt es sie überhaupt noch?

Geschrieben von den ehemaligen Auszubildenden Ann-Christin Rücker und Jana Katharina Brieke, exPRESS-Ausgabe 3/2011

Kommen wir gleich zur Sache…

Das Thema freie Liebe ist eines DER Hippie-Themen und gleichzeitig ein umstrittenes beziehungsweise teilweise sogar ein Tabu-Thema. Bei Wikipedia wird freie Liebe wie folgt definiert:

Mit freier Liebe bezeichnet man eine Einstellung von Menschen, die Liebe und Sexualität ohne die Beachtung tradierter sozialer Normen ausleben, da sie diese als Einschränkung empfinden oder intellektuell als solche definieren. Dazu gehört, dass Beziehungen gemäß der Idee der sexuellen Selbstbestimmung ausschließlich und partnerschaftlich von den an ihnen Beteiligten definiert werden und ansonsten keinen Vorgaben unterliegen.

Freie Liebe vs. Institution Ehe

Heute versteht man diese Begrifflichkeit vielleicht schon etwas anders als zur Glanzzeit der Hippies. Freie Liebe stand damals wie heute wohl im direkten Gegensatz zur “Institution Ehe”. Heute kann man in unseren Breitengraden schon davon sprechen, dass man freier in Sachen Liebe ist. Freie Partnerwahl. Gesellschaftlich nicht mehr so starker Druck, dass man heiraten muss, wenn man Kinder haben möchte oder auch nur zusammenlebt. Auch wechselnde Lebensgefährten zählen zur Tagesordnung. Trotzdem ist das ja bekanntermaßen lange nicht alles, was man gemeinhin unter freier Liebe versteht. Die freie Liebe ist eben die krasseste Anti-Form zur “Institution Ehe”, die von vielen wohl als Verkörperung der gesellschaftlichen Zwänge angesehen wurde.

Und auch sonst sträubten sich die Hippies gegen gut bürgerliche Sitten und Benimm-Zwänge. Auch vor illegalen Angelegenheiten machen sie in ihrem Protest nicht halt: Drogen wie Marihuana und LSD hatten in der Hippiezeit Hochkonjunktur. Besonders bekannt ist dieses Phänomen nicht zuletzt durch die “Helden” dieser Zeit geworden. Große Musiker wie Jimmy Hendrix, The Beatles oder The Who traten nicht selten unter Drogen auf und begeisterten trotzdem oder gerade daher die Massen. Von der älteren Generation wurden diese “Helden” natürlich eher als “Anti-Helden” angesehen.

Die Hippies wollen sich frei fühlen und für Freiheit einsetzen

Genau wie auch in anderen Jugendbewegungen grenzte man sich auch zur Hippiezeit durch das äußere Erscheinungsbild ab. So galten lange Haare bei Männern vorher nicht gerade als “gesellschaftsfähig”. Aber genau das machte die Hippies ja aus – sich frei fühlen und sich für Freiheit einsetzen. Und das sowohl auf weltpolitischer Ebene als Gegner gegen den Krieg als auch bei den kleinen Dingen, die den Alltag jedes Einzelnen direkt betreffen: Ernährung, Kleidung, Frisuren, Tagesablauf und so weiter. Eben den ganzen Lifestyle.

So waren die Hippies wohl “ganz anders”. Und doch auch ganz normale junge Menschen, die sich gemeinsam von der Generation vor ihnen absetzten. Gemeinsam ist hier wohl ein ganz wichtiges Wort. Denn auch wenn die Freiheit und Individualität eines jeden Einzelnen wichtig war, so durfte ebenfalls das Gefühl von Gemeinschaft und Zusammenhalt nicht fehlen. Und davon könnten wir uns heute wohl noch das Ein oder Andere abschauen.

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