Normal People – Buchrezension

Normal People

Normal People – Buchrezension

Der Inhalt

In dem Roman „Normal People“ von Sally Rooney, geht es um die zwei Schüler Marianne und Connell, die wir von ihrer Schulzeit bis ins Erwachsenenleben begleiten. Das Buch erschien am 02.05.2019 und hat 320 Seiten. Es spielt überwiegend in Irland, einmal in der fiktionalen Kleinstadt Carricklea und in Dublin.

Die Handlung

Connell und Marianne gehen zwar beide auf die gleiche Schule, haben vor Ort aber gar nichts miteinander zu tun. Connell ist sehr beliebt und Star der Fußballmannschaft, während Marianne eine Außenseiterin ist und keine wirklichen Freunde hat. Allein zu dem schulischen Aspekt kommen die beiden außerdem auch aus unterschiedlichen sozialen Schichten, sie stammt aus einer wohlhabenden Familie und er kommt aus ärmeren, einfachen Verhältnissen.
Sie sind also im Kern grundverschiedene Menschen, treffen aber ungewollt aufeinander, da Connells Mutter für Mariannes Familie arbeitet. Je mehr sie miteinander reden und sich näherkommen bemerken sie, dass sie doch einiges verbindet.

Der Schreibstil

Die Autorin schafft es die Protagonisten ehrlich, unverfälscht und mit Ecken und Kanten darzustellen, so bekommt der Leser wirklich den Eindruck von echten Menschen zu lesen. Deswegen finde ich den Titel auch sehr passend, es geht einfach um normale Menschen. Und eben nicht die klassische Liebesgeschichte. Wer das also erwartet ist hier falsch, es geht nämlich um sehr viel mehr.
Neben Themen wie Freundschaft, Liebe, Macht und Abhängigkeit, gibt es auch immer wieder philosophische Gedanken und zeitliche Sprünge, die die Geschichte interessant machen. Der Schreibstil hat mir sehr gefallen, denn die Autorin legt sehr viel Wert auf Details, die sich dennoch leicht und flüssig lesen lassen. Eine wirkliche Besonderheit gibt es hier allerdings, die ich bislang in keinem anderen Buch gesehen habe. Sally Rooney verzichtet auf jegliche Anführungszeichen. Wörtliche Rede wird also nicht extra gekennzeichnet. Das war anfangs eine kleine Gewöhnungssache, ist aber nach ein paar Seiten kein Problem mehr gewesen.

Mein Fazit

„Normal People“ ist eine sehr besondere Geschichte, weil die Charaktere im Vergleich zu anderen Büchern nicht von Klischees strotzen und einfach unfassbar echt und normal sind. Das kommt meiner Meinung nach in den wenigsten Büchern vor, weswegen ich das als sehr erfrischend aufgenommen habe. Im Buch ging es viel um Missverständnisse und Kommunikationsschwierigkeiten, die manchmal etwas frustrierend waren, aber im Nachhinein ist das nun mal das echte Leben. Die Handlung ist zwar eher ruhig, aber es war für mich trotzdem an keiner Stelle langweilig, da Marianne und Connell facettenreich und authentisch sind.
Ich habe mich auf jeden Fall gut unterhalten gefühlt und kann „Normal People“ deshalb nur wärmstens weiterempfehlen!

Tipp:
Wenn du nicht so gerne liest: Es gibt zum Buch auch eine Serie, die in meinen Augen auch unfassbar gut gelungen ist. Kommt im Gesamten trotzdem nicht ans Buch ran (wie eigentlich in den wenigsten Fällen), ist meiner Meinung nach aber definitiv eine der besten Buchverfilmungen jemals.  

Bildquellen

  • Normal People: intres-Redaktion

Teile diesen Beitrag