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Sonic x Shadow Generations – Spielereview

Sonic x Shadow Generations, entwickelt von Sega, erschien am 25. Oktober 2024 und ist sowohl bei den Fans als auch bei den Kritikern sehr positiv aufgenommen worden. Eine leicht überarbeitete Version des 2011er-Spiels Sonic Generations, welches seit seiner Veröffentlichung als eines der besten Spiele seiner Reihe betitelt wird, zusammen mit einem komplett neuen Spiel mit ähnlich viel Inhalt. Klingt wie ein sehr guter Deal, vor allem für 50€. Ich habe insgesamt mehr Zeit in dieses Spiel investiert, als ich sollte, also werde ich hier meine Meinung dazu abgeben.

Ich habe das Spiel auf der Nintendo Switch gespielt, was bedeutet, dass Dinge wie Grafik oder FPS (Frames per Second) auf anderen Konsolen besser sind und das Spiel dort demnach besser läuft.

Sonic Generations

In Sonic Generations geht es darum, dass man Orte aus alten Spielen der Sonic the Hedgehog-Reihe besucht und die Level mit neuer Optik und neuem Aufbau erlebt. Es gibt zwei verschiedene Gameplay-Stile: Den Klassischen Sonic, welcher sich ähnlich zu den 2D-Spielen aus den 90ern spielt, wenn auch mit etwas seltsamer Physik. Das und das teilweise eher mittelmäßige Leveldesign sorgen dafür, dass der klassische Sonic zwar Spaß machen kann, es aber stark auf eigene Präferenzen ankommt. Diese Level sind komplett in 2D.

Gameplay

Der Moderne Sonic basiert auf dem 2008er-Spiel Sonic Unleashed, in welchem man auf Knopfdruck wahnsinnige Geschwindigkeiten erreicht, diese aber mit schneller Reaktion und Timing aufrechterhalten muss. So funktioniert das auch in diesem Spiel. Diese Level sind weitestgehend in 3D, wechseln aber manchmal in die zweite Dimension, wo man entweder klassische Jump’n Run-Parcours bewältigt oder, wie in 3D, versucht seine Geschwindigkeit aufrechtzuerhalten. Zudem kann man in jedem Level andere Wege finden, welche kleine Abkürzungen sein können oder komplette Abschnitte von Leveln, welche einer in er Regel schneller zum Ziel bringen. Einige Level sind übersäht von solchen Wegen, vor allem das Level Seaside Hill Act 2.

Neuerungen

Die überarbeitete Version von Sonic Generations funktioniert gut, sieht genau so aus, wie originale Version, wenn nicht sogar noch besser, und hat sogar noch etwas hinzugefügt: In jedem einzelnen Level sind nun 3 kleine Tiere versteckt, welche man finden und einsammeln kann. Danach sieht man sie beim Level-Auswahl-Bildschirm.

Allerdings habe ich auch einige Probleme mit dieser Version. Ich weiß nicht, ob diese schon in der Original-Version existiert haben, aber ich habe an einigen Stellen eine Reihe an Fehlern entdeckt. Im Level „Chemical Plant Act 2“ bin ich an einigen Stellen durch die Wand gerutscht, was ich definitiv nicht sollte. Im Bosskampf gegen den „Egg Dragoon“ fällt man, wenn man ihn angreift, manchmal durch den Boss oder sogar durch den Boden.

Die überarbeitete Version von Sonic Generations ist nicht perfekt. Es gibt Fehler, die entweder neu sind oder nicht entfernt wurden, aber alles in allem ist es immer noch ein genießbares Spiel.

Shadow Generations

Das große Kaufargument für das Spiel ist jedoch das neue Spiel Shadow Generations. Es spielt parallel zu den Ereignissen aus Sonic Generations, ist aber vom Gameplay her nicht das gleiche. Hier spielt man den Charakter Shadow the Hedgehog, welcher zwar auch auf Knopfdruck schnell wird, aber nicht annähernd so schnell, wie in Sonic Generations.

Aufbau

Doch auch, wenn Shadow sich etwas anders spielt, der Aufbau ist der gleiche. Man spielt Level aus alten Spielen, einmal in 3D und einmal in 2D. Dieses Prinzip wurde aber komplett überarbeitet, da man in den 2D-Leveln genau dieselbe Steuerung und Physik hat, wie in den 3D-Leveln, was das Spiel deutlich intuitiver macht. Außerdem sind die 3D-Level komplett in 3D und gehen deutlich länger als in Sonic Generations. Das ist meiner Meinung nach ein sehr guter Kompromiss dafür, dass Shadow Generations weniger Level hat als Sonic Generations. Außerdem hat man nun einen offenen Bereich, in dem man zwischen den Leveln erkunden kann, Gegenstände finden kann, kleine Herausforderungen schaffen kann oder mit Shadows Steuerung experimentieren kann. Diese sogenannte „Hub World“ gibt dem Spiel deutlich mehr Inhalt und eine eigene Identität.

Fähigkeiten

Eine weitere Neuerung in diesem Spiel sind die „Doom-Powers“. Dabei handelt sich um Fähigkeiten, die man im Laufe des Spiels nach und nach erhält. Diese kann man teilweise nur an bestimmen Punkten im Spiel benutzen und sonst nirgends, aber teilweise kann man sie in jeder Sekunde in jedem Level nutzen, wie die „Doom Spears“, welche, wenn man sie in der Luft durchgehend wirft, deine Geschwindigkeit beibehalten und man so gewaltige Teile von Leveln mühelos überspringen kann. Der „Doom Blast“ hingegen ist nur nützlich, wenn sich irgendwo eine bestimmte Art von Gegnern befindet, welche man dann in die Luft schleudern kann. Und weil es diese bestimmten Gegner in den ersten Leveln nicht gibt, ist diese Fähigkeit dort nutzlos.

Eine Fähigkeit, die man von Anfang an besitzt, ist „Chaos Control“. Diese muss man durch das Besiegen von Gegnern oder das Einsammeln von speziellen Kapseln aufladen. Wenn man das geschafft hat, kann man für ein paar Sekunden die Zeit anhalten. Dadurch kann man unter anderem auf bestimmten Raketen stehen, die auf einen geschossen werden, Gegner davon abhalten, einen anzugreifen oder die Zerstörung von alternativen Routen verhindern. Zudem stoppt diese Fähigkeit die Stoppuhr im Level, wodurch man für ein Level drei Minuten brauchen kann, aber am Ende nur zwei Minuten auf der Uhr stehen hat.

Level und Bosse

Auch in diesem Spiel gibt es viel Wege und Abkürzungen, allerdings funktionieren sie anders als in Sonic Generations. Bei manchen liegt die Herausforderung einfach darin, sie überhaupt zu finden, aber bei anderen muss man kreativ mit seinen Fähigkeiten werden. So kann man zum Beispiel Geröll, welches auf einen geschleudert wird, mithilfe von Chaos Control in der Luft einfrieren, um sich einen Weg zu einer Abkürzung zu bahnen. An anderen Stellen muss man auf Seile, die einen in die Luft federn, nochmal stampfen, um an höher gelegene Orte zu kommen.

Die Bosskämpfe des Spiels sind sehr abwechslungsreich und kreativ gestaltet. Es gibt insgesamt vier, was im Vergleich zu den sieben Bossen aus Sonic Generations deutlich weniger sind, aber aufgrund ihrer Qualität ist das für mich nicht schlimm. Sie fließen sehr gut in den Aufbau des Spiels ein, da man immer erst eine Fähigkeit freischaltet, dann einige Level mit dieser Fähigkeit bewältigt, und danach einen Boss mit diesen Fähigkeiten bekämpft. Erst der Doom Spear, dann Doom Surf, danach Doom Morph und Doom Blast und im finalen Boss alle genannten Fähigkeiten, plus die Doom Wings.

Fazit

Die beiden Spiele, die man in diesem Paket erhält, bieten auf sich allein gestellt wenig Inhalt, vor allem Sonic Generations, welches ich innerhalb eines Tages zum ersten Mal durchgespielt habe. Aber kombiniert haben sie mehr Inhalt als die meisten anderen Spiele der Reihe. Zudem gibt es an einer Stelle auch eine Überschneidung der beiden Storys.

Ich würde jedem, der 3D-Platformer mag, empfehlen, diesem Spiel eine Chance zu geben. Es hat eine Menge Inhalt, spielt sich gut und sieht super aus. Beide Spiele haben Probleme, funktionieren aber zum größten Teil und sind sehr einsteigerfreundlich.

9/10, definitiv den Preis wert.

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